Lieferantendaten beschaffen
Echte Emissionsdaten liegen nicht bei Ihnen, sondern beim Produzenten Ihrer Ware. Sie zu beschaffen ist der Schritt, an dem CBAM in der Praxis am häufigsten hängt. Es ist Kommunikations- und Beharrlichkeitsarbeit.
- Die relevanten Daten liegen beim Hersteller, oft mehrere Stufen entfernt.
- Die Beschaffung dauert Wochen, nicht Tage.
- Rückläufe müssen plausibilisiert und einheitlich aufbereitet werden.
Welche Daten Sie brauchen
Für die Berechnung der eingebetteten Emissionen brauchen Sie Angaben zur Produktionsanlage, zum Produktionsweg und zu den spezifischen Emissionen je Tonne Ware. Je nach Warengruppe gehören dazu direkte Prozessemissionen und, bei stromintensiven Produkten, der zugrunde liegende Strommix. Diese Angaben kommen vom Produzenten, nicht aus Ihren eigenen Unterlagen.
Warum es dauert
Lieferanten sitzen oft in anderen Ländern, sprechen andere Sprachen und haben unterschiedliche Vorstellungen davon, was sie herausgeben. Manche Daten existieren noch gar nicht in der benötigten Form. Bis eine vollständige, belastbare Antwort vorliegt, vergehen in der Praxis Wochen. Wer kurz vor einer Frist anfängt, hat verloren und landet bei Standardwerten.
Plausibilisieren statt blind übernehmen
Ein Rücklauf ist nicht automatisch verwertbar. Werte müssen auf Plausibilität geprüft, in eine einheitliche Form gebracht und im Datenraum abgelegt werden. Ein Wert ohne nachvollziehbare Herkunft hilft Ihnen bei einer Nachfrage der Behörde wenig. Struktur und Nachweisbarkeit sind hier genauso wichtig wie die Zahl selbst.
Angaben zum CBAM nach bestem Wissen, Stand Juni 2026, ohne Gewähr. Dynamische Werte wie Zertifikatspreise, Standardwerte und Fristen können sich ändern. Maßgeblich sind die jeweils geltenden Rechtsakte und die zuständigen Behörden. Dieser Beitrag ist keine Rechts-, Steuer- oder Zollberatung.
Was bedeutet das für Ihre Importe?
Allgemeine Erklärungen sind ein Anfang. Die CBAM-Entscheidungsakte prüft Ihren konkreten Fall in sieben Arbeitstagen.